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Forschungsgebiete und Forschungsinteressen

Terminologie

Terminologie ist ein inter- und transdisziplinäres Forschungsgebiet, das neben der eigentlichen allgemeinen Terminologielehre (nach Eugen Wüster) auch alle Einzeldisziplinen betrifft und daher eine enorme Praxisrelevanz aufweist (Optimierung der Fachkommunikation, einsprachig und mehrsprachig). Eine Untersuchung der für eine einzelne Disziplin typischen terminologischen Probleme stellt meine Dissertationsarbeit (Abstract in Engl., vgl. vollst. Angaben) dar. Der von mir herausgegebene Sammelband zum TKE '99 Kongreß vereint eine Reihe von Beiträgen, die den neuesten Stand der Terminologieforschung wiederspiegeln.
Die Terminographie steht im Mittelpunkt der terminologischen Diplomarbeiten, die zu unterschiedlichen Fachgebieten am Institut erstellt werden (siehe betreute Diplomarbeiten), viele davon sind online als unmittelbar in OmegaT einsetzbare Terminologielisten verfügbar. Einige Terminologiesammlungen sind auch in Buchform erschienen (so z.B. das Wellness-Glossar).

Multilingualität und Rechtssprache

Aufgrund meiner Untersuchungen zur Terminologie im Recht (vgl. Dissertation) wurde auch das Interesse für das Übersetzen von Rechtstexten und die entsprechenden Rahmenbedingungen geweckt. Der Sammelband "Übersetzen von Rechtstexten" gibt einen Überblick über die dabei zu berücksichtigenden Faktoren und Problemkreise. In der Lehrveranstaltung Fachsprache Recht wird dieses Wissen didaktisch aufbereitet und auf das Sprachenpaar Deutsch und Italienisch angewandt. Insbesondere multilinguale kulturelle Kontexte sind von dieser Problematik betroffen.

Fachkommunikation

Als Abstraktion der bisher angeführten Themenbereiche übersteigt Fachkommunikation sowohl Fachsprache und Terminologie als auch Translation und bildet sozusagen die übergeordnete Klammer. In ihrer multilingualen Form wird transkulturelle Fachkommunikation immer mehr zu einem entscheidenden Faktor der Globalisierung. In diesem Zusammenhang ist auch das von mir im Rahmen des EU-Programmes Interreg II geleitete Drittmittelprojekt zur "Terminologie Österreich-Italien in Recht und Wirtschaft" angesiedelt.

Translationstechnologie

Alle genannten Bereiche sind heute ohne Unterstützung durch moderne Kommunikationstechnologie nicht mehr denkbar. Die Implikationen zunehmender Rechnerkapazitäten, weltweiter Vernetzung und moderner Softwareentwicklung sind zudem ein wesentlicher Faktor globaler kultureller und damit auch sprachlicher Veränderungen. In entsprechenden Lehrveranstaltungen versuche ich, einen Überblick über Methoden und Anwendungen der modernen Translationstechnologie zu geben. Kooperative freie Softwareentwicklung hat auch im Bereich Übersetzen zu durchaus guten Ergebnissen geführt, daher verwende ich in meinem Lehrveranstaltungen vorwiegend freie Software: Siehe dazu meine Sammlung an freier Translationssoftware sowie mein Linux Desktop System für Übersetzer. Unsere Erfahrungen sind in dem Buch Translation and Openness veröffentlicht.

Globalisierung

Globalisierung im Sinne der Kompression von Raum und Zeit und allen damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen generiert zwangsläufig erhöhten Kontakt zwischen Menschen, Kulturen und Sprachgemeinschaften. Dies kann einerseits zu Homogenisierung führen, verlangt andererseits aber auch nach sprachlicher und kultureller Anpassung an lokale Gegebenheiten. Lokalisierung beschreibt eine solche sprachliche und kulturelle Anpassung von Produkten und Dienstleistungen; Translation ist textgebundene Lokalisierung (siehe 1, 2 und 3). Mein besonderes Interesse gilt der Lokalisierung und damit Translation von Webauftritten, die neue Anforderungen an die Translation stellt.